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Testfahrt: VW Golf Cabrio


Nach 18 Jahren entwirft Volkswagen das nach Käfer und Bulli unterhaltsamste Auto der Markengeschichte neu, den Golf oben ohne. Der Fahrtest offenbart: Besser kann man in der Kompaktklasse nicht an die Luft gesetzt werden.

9-8-7-6-5-4-3-2-1: Diese Zahlen werden die meisten Käufer des neuen Golf Cabriolet interessieren. Denn in weniger als zehn Sekunden liftet das Auto sein Verdeck und macht sich bereit für den ultimativen aller Fahrspäße: offenes Kreuzen über kurvenreiche Straßen. Ich lege kurz den Kopf in den Nacken und fühle mich unter dem Provencehimmel wie in einem Planetarium. Besser geht´s nicht.

Ein schöner Moment für eine Erinnerung – eine kurze nur, denn die Legende des „Erdbeerkörbchens“ ist bekannt: Anfang der 80er avancierte das 1979 vorgestellte Golf I Cabriolet zum handlichen Mobil für junge Hedonisten und rückte Miami Beach einige Breitengrade näher an deutsche Freibäder. Popper, Assistenzärzte und eine ganze Menge hübscher Frauen liebten die kleine Kiste. Heute gilt ein gut erhaltener Einser-Youngtimer als perfekte Folie für den längst wieder fashionablen Preppy-Stil. Damit die Legende weiter lebt, hat VW sich Zeit gelassen, um das perfekte Kompakt-Cabrio zu entwickeln. Es ist ihnen größtenteils gelungen.

Auf meinem Trip durch die Seealpen weiche ich zunächst einem Geröllschlag aus, dann entdecke ich einen riesigen, leeren Parkplatz – perfekt für ein paar Driftübungen. Als beim Anbremsen das Heck um die Kurve schleudert, entdecke ich die Boden-Luft-Raketen jenseits des Stacheldrahts. Doch da ist es schon zu spät: Das Wachbataillon der Militärakademie Draguignan stoppt mich unsanft: „Hau ab und mach den Scheiß vor dem Carrefour-Supermarkt“, befehlen die Soldaten. Doch ich düse lieber weiter, runter ans blaue Meer.

Mit dem ziemlich drehfreudigen 2,0-l-TDI-Turbodiesel mit 140 PS, 6-Gang-Getriebe und einer Höchstgeschwindigkeit von 207 km/h fühlt man sich im Topless-Golf ausreichend motorisiert. Lenkung und Fahrwerk sind typisch VW: unauffällig aber präzise. Allerdings: Die Start-Stopp-Automatik sorgt zwar für einen um 0,2 l/100km reduzierten Verbrauch, schüttelt die Karosse bei jeder Zündung aber ganz schön durch. Serienmäßig rollt der Golf mit Klimaanlage und kühlbarem Handschuhfach vor, dazu können Radio-CD-System (655 Euro) und weitere Ausstattungspakete geordert werden. Nicht mehr im Lieferumfang enthalten ist der Überrollbügel des Ur-Golf, der berühmte Henkel des „Körbchens“, der dank zeitgemäßer Technologie nicht mehr benötigt wird.

Da VW weiß, wer die meisten offenen Golfs kaufen wird, mischte man für die Außenfarben neun schicke Metallictöne – einer wirkt sogar wie ein Nagellack. In allen anderen Farben mag das Auto auf den ersten Blick unscheinbar wirken. Doch die klaren Linien bergen die Gene eines Klassikers.

Jan Wilms

Technische Daten:

VW Golf Cabrio 2,0-l-TDI-Turbodiesel

Leistung: 103 kW (200 PS)

Max. Drehmoment 320 Nm

Höchstgeschwindigkeit: ca. 207 km/h

Verbrauch 4,5 l/100 km (EU), CO2: 134 g/km

Preis Golf Cabrio: ab 23.625,00 € für 1,2-l-Benziner



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