The Motorist`s Instagram Diaries …

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Testfahrt: Tesla Model S

Mit dem 362 PS starken 5+2-Sitzer Model S baut Tesla Motors die erste elektrische Limousine der Autogeschichte.

Es war ein langer, weiter Weg ins Silicon Valley. Doch dank der exklusiven Einsichten in die Arbeit eines der aufregendsten Autohersteller der Welt haben sich die 40 Flug(hafen)stunden zwischen Berlin und San Francisco gelohnt: Tesla Motors zeigte 15 europäischen Journalisten sein neues Werk und sein neues Auto: Ein Vorserienmodell des Model S, der ersten elektrischen Limousine der Autogeschichte. Mit 362 PS, 5+2 Sitzen (zwei Kindersitze im Kofferraum) und einer Reichweite von bis zu 500 Kilometern setzt das lautlose Gefährt neue Maßstäbe. Ab 2012 ist es in den USA zu einem Preis ab 57.400 US-Dollar erhältlich, ab Ende 2012 dann auch bei uns. Vor allem die Generation iPad wird sich in diesem Auto die Finger plattdrücken: Statt Schaltern und Reglern prangt ein 17-Zoll-Touchscreen (so groß wie zwei Tablet-Computer) in der Mittelkonsole. Über ihn vernetzt sich der Fahrer per Internet-Browser, Sprachsteuerung, Webradio und Google Maps mit seiner Umwelt. Ansonsten bietet der elegant designte Hecktriebler dank seines Drehmoments von 415 Nm ziemlich starke Fahrleistungen (5,6 Sekunden von 0 auf 97 km/h). Ab 2012 soll eine „Performance“-Version diesen Spurt sogar in unter 4,5 Sekunden verrichten – das wäre auf Porsche 911 Carrera– und BMW M5-Niveau. Mein Fazit: Eine grüne Alternative für die obere Mittelklasse, wenn man die Nachladung (ca. 1 Stunde pro Batteriefüllung bei Schnellladung) auf Langstrecken akzeptiert. Zwischen den Ladestationen entschädigt auf jeden Fall die superbe Straßenlage des Model S. Allerdings bin ich gespannt, wie sich dann ein Exemplar aus der im November beginnenden Serienproduktion fährt. Während eines Rundgangs durch die neue Tesla-Fabrik in Fremont konnte ich außerdem mit Tesla-Chef Elon Musk (Foto oben) sprechen: „Wir fühlen uns durch andere Hersteller, die jetzt auch E-Autos bauen, nicht unter Druck gesetzt“, sagte er: „Denn wir sind erst am Ziel, wenn die Technologie auch in bezahlbaren Kleinwagen verfügbar ist“. Weitere Infos und Bilder gibt es offline in den Druckausgaben von Automobil Revue (CH 5.10.11) und Süddeutsche Zeitung (D 10.11.11).

Technische Daten: Tesla Model S (Vorserienversion)

– Fließheck-Limousine, 5 Türen, 5+2 Sitze, Leergewicht 1735 kg

– Elektromotor, Leistung 270 kW (362 PS), max. Drehmoment, 415 Nm bei 0 bis 7000/min

– Batterien: Flüssigkeitsgekühlte Lithium-Ionen Batterie (Kapazität 85 kWh), Flüssigkeitsgekühlter Elektromotor

– Fahrgestell: Aluminiumkarosserie

– Fahrwerk: Heckantrieb, Ein-Gang-Getriebe

– Maße: Länge: 4973 mm, Breite: 2189 mm, Höhe 1435 mm, Radstand 2960 mm

– Fahrwerte: Höchstgeschwindigkeit 209 km/h (abgeriegelt), 0 bis 97 km/h 5,6 s

– Reichweiten (je nach Batteriekonfiguration): 257, 370 und 480 Kilometer

– Preise (vorläufig): Ab 57.400 $

Erhältlich ab Sommer 2012 in USA, ab Ende 2012 in Europa

Fotos: Tesla Motors/ The Motorist


Fahrkultur: Detroit Crock City

Dass in Detroit, der ehemaligen Superschmiede der US-Autoindustrie nicht mehr viel los ist, weiß man. Doch wie schlimm es wirklich aussieht, wird erst langsam deutlich. In der vergangenen Woche erzählte mir z. B. noch Tesla Motors-Vize und Chefingenieur Gilbert Passin, dass sein Unternehmen in Detroit eine gigantische gebrauchte Presse kaufen konnte. Zum Preis von „pennies to the dollar“. Das heißt übersetzt: für weniger als zehn Prozent des Nennwerts. Auch die französischen Fotografen Ives Marchand und Romain Meffre unternahmen mit ihren Kameras eine Reise auf diesen Ground Zero der Autobranche. Das Fotobuch „Ruins of Detroit“ (Steidl) zeigt in dramatischen Bildern: Für eine Zeit nach der Industrie schien es offenbar keine Pläne zu geben.