The Motorist`s Instagram Diaries …

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Detroit Motor Show // Die Top 10

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Platz 1: Corvette C7 Stingray

Der Star der Detroit Motor Show: das All-American-Car mit 6,2 Liter großem Achtzylinder und 450 PS.

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Platz 2: Mercedes-Benz E-Klasse

Als Limousine und T-Modell ab April, als Coupé und Cabrio ab Mai erhältlich. Die Topversion E 63 AMG S erhält erstmals Allradantrieb. Mit im Bild: Daimler-Dirigent Dieter Zetsche.

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Platz 3: VW CrossBlue

Sieben Sitze, kantiges Design, Dieselhybrid. Der XXL-Tiguan kommt leider nur für den US-Markt.

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Platz 4: BMW M6 Gran Coupé

Eines der elegantesten Kraftwerke (4,4-Liter-Biturbo-V8, 560 PS) unserer Zeit konkurriert mit dem Audi RS7 und dem hauseigenen M5.

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Platz 5: Tesla Model X Prototyp

Kein Auto triggert die elektrische Faszination besser als der (noch) per Hand gebaute Design-Prototyp mit Flügeltüren, drei Sitzreihen und Interieur im Apple-Stil.

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Platz 6: Honda Urban SUV Concept

Die coole Designstudie wird die Basis für den Jazz stellen. Ab 2014 in Deutschland als Kompakt-SUV erhältlich.

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Platz 7: Nissan Resonance Concept Crossover

Der Van-Schrägstrich-SUV mit Hybridmotor wird in dieser Bling-Bling-Aufmachung (längste Windschutzscheibe aller Zeiten inklusive) für die Serie noch entschärft werden.

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Platz 8: Bentley Continental GT Speed Cabrio

Das schnellste viersitzige Cabrio der Welt: offen gefahrene 325 km/h Spitze wirken trotz Windschott besser als jeder Schaumfestiger.

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Platz 9: Hyundai Coupé HCD-14 Genesis

Aus jedem Winkel faszinierend: die gastfreundlichen „Suicide Doors“ der Studie für die nächste Genesis-Generation. Dazu verblüffen Eye-Tracking und Gestensteuerung für Navi- und Entertainmentfunktionen.

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Platz 10: BMW 4er Coupé Concept

Das 3er Coupé heißt jetzt 4er, was für BMW einen ordentlichen Preisaufschlag rechtfertigt. Bei so viel Marketing-Raffinesse vergisst man leicht die großartige Linienführung.

Text & Fotos aus Detroit: Jan Wilms


Detroit Motor Show // Part 1

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Put your hands up for Detroit;) Zwischen Jetlag und offiziellem Start der Detroit Motor Show hat Mercedes-Benz der Welt sein neuestes Modell präsentiert: den CLA. Zielgruppe sollen die Digital Natives werden, oder die Generation Y, wie Daimler-Vorstand Dieter Zetsche gestern Abend in Detroit sagte.

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Also: Was der Strich-Achter für Deinen Opa war, soll das viertürige Coupe auf A-Klasse-Basis nun für Deine Altersklasse sein. Außerordentlich chic designt sind die Linien auf jeden Fall, auch der Innenraum wirkt kraftvoll und cool. Dazu hat der CLA die beste Aerodynamik in seinem Segment und eine satte „Connectivity“, sprich: digitale Vernetzung. Bei Preisen ab 28.977 Euro für den CLA 180 (1,6-Liter-Benziner, 122 PS, 210 km/h Spitze) wird nun nicht jeder aus der trendigen Zielgruppe den CLA aus eigener Tasche bezahlen können. Aber vielleicht gibt Opa ja seinen Strich-Achter in Zahlung …

Weitere exklusive Fotos und News von der Detroit Motor Show folgen …

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Testfahrt: Audi A3

Der neue Audi A3 ist das beste Auto der Kompaktklasse, nach wie vor. Erneuert wurde er außen vorsichtig und innen mit fast allem, was die Entwicklungsabteilung hergab: Multimedia, Internet, feine Oberflächen. Das hat seinen Preis. Die Zielgruppe ist deshalb nicht mehr die Generation Golf, sondern deren Eltern.

Ein moderner Klassiker mit überragenden Sympathiewerten: Selbst der erste Audi A3, vorgestellt 1996, macht noch heute eine passable Figur. Und so kommt auch der neue, nunmehr dritte A3 in einer Grundform, die wenig Veränderungen zum Vorgänger aufweist. Dass er dennoch als ein hochmodernes Auto beeindruckt, liegt an den vielen technischen, gestalterischen und lifestyligen Details. Die Botschaft: Kompakt ist die Ambition der Ingolstädter längst nicht mehr.

Setzen wir uns in Bewegung: Die Motorenpalette bietet zum Verkaufsstart zwei Benziner und einen Turbodiesel. Wir fuhren den 1.8 TFSI quattro (180 PS/132 kW) und den 2.0 TDI quattro (150 PS/110 kW), dessen hohes Drehmoment die fehlende PS kompensiert.

Beide Motoren machen richtig Spaß. Beim Diesel vor allem, wenn man über die Wippen am Steuer hochschaltet. Doch auch die Automatik „S Tronic“ im Benziner ist hervorragend abgestimmt. Die u.a. aus dem Q3 bekannten Fahrmodi des Drive-Select-Systems beeinflussen die Gasannahme, Lenkung und Fahrwerk – von ökonomisch bis sportlich. In letzterem Modus freut man sich über das vollendet unauffällige Sportfahrwerk: Mit seiner feinen Abstimmung ermöglicht es sanftes Cruisen über lange Bodenwellen und scharfe Kurvenfahrten gleichermaßen.

Applaus verdienen die Audi-Ingenieure auch für ihr Engagement gegen den Trend. Während Autos immer schwerer werden, bringt der neue A3 ist 80 Kilo weniger auf die Waage als der Vorgänger, bei nahezu identischen Abmessungen. Wie so was geht? Aufgepasst, liebe Konkurrenz, zum Ausschneiden:

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– 10 kg durch Alukomponenten wie Motorhaube und Kotflügel

– 25 kg durch neue Highendstähle in der Fahrgastzelle

– 6 kg durch leichtere Vorderachse

– 5,5 kg durch leichtere Sitze und Kabel

– und der Rest durch leichtere Motorgehäuse

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Im Einklang mit einer innovativen Motorentechnologie soll so ein bis zu 17 Prozent niedrigerer Verbrauch erreicht werden: Für den 1.6 TDI gibt Audi 99 Gramm CO2 auf 100 Kilometern an. Ob dies wirklich wirtschaftlicher ist, bleibt abzuwarten. Nur Vielfahrer werden gegen den hohen Anschaffungspreis ankämpfen können. Die Benziner starten bei 22.500 Euro (1.4 TFSI), die Diesel bei 26.300 Euro (2.0 TDI). Reich ausgestattet und topmotorisiert verdoppelt sich der Grundpreis auf über 45.000 Euro. Dafür gibt´s schon den A6 mit 2.8-Liter-Motor als Quattro.

Das edelste Modell der Kompaktklasse bestreitet derzeit 20 Prozent des Audi-Volumens. Eine typische Zielgruppe – wer könnte sich dieses Auto sonst leisten – sind die sogenannten Golden Ager: Gutverdiener über 50, die Kinder längst aus dem Haus, früher mindestens in der oberen Mittelklasse mobil. „Hier wollen wir mit Oberflächen und Funktionen, die diese Kunden aus dem Premiumbereich kennen, punkten“, gibt Michael Jaroch aus der Audi-Entwicklung zu.

Vor diesem Hintergrund entfaltet sich das Premium-Konzept des neuen A3 wie ein offenes Buch: die feinen Lüftungsringe im „Jet-Design“. Die Voll-LED-Scheinwerfer als Premiere im Kompaktsegment. Die MMI-Bedieneinheit mit Touchpad, auf dem man die Eingabe einfach mit dem Finger aufmalt. Und das Soundsystem von Bang & Olufsen. Selbst das Klickklack der Tasten wirkt so unaufdringlich engineered, dass es einem vor Perfektion schauert. Dazu die obligatorischen elektronischen Sicherheits-Helferlein: Spur- und Spurwechselassistent (lande bzw. side assist), Einparkhilfe, Berganfahrassistent, Distanzregelung (adaptive cruise control) undsoweiter.

Wer online gehen will benötigt allerdings das MMI-Paket für 2.725 Euro. Eine minimalere Internet-Option wäre allerdings eine zeitgemäße Geste gewesen. Genauso visionär, wie Audi das Gewicht der Karosserie reduziert hat, genauso gestrig erscheint dieses Luxus-Surfing:

Während Datenverbindungen in der Außenwelt billiger werden, langen die Hersteller (nicht nur Audi) richtig zu. Damit ignoriert man mit den Digital Natives die Zielgruppe der Zukunft.

Ab Sommer ist der A3 auch der 4-Türer erhältlich, Ende 2013 soll er als Gas-Variante kommen, 2014 als Plug-In-Hybrid.

Audi A3 1.8 TFSI

Leistung: 180 PS (132 kW)

Hubraum: 1.798 ccm

Zylinder: 4

Max. Drehmoment: 280 Nm

Höchstgeschwindigkeit: 225 km/h

Von null auf hundert: 7 Sekunden

Verbrauch: 6,5 l/100 km (EU) CO2: 152 g/km

Preis (Ausstattung „Ambiente“): 29.700 Euro

 

Audi A3 2.0 TDI

Leistung: 150 PS (110 kW)

Hubraum: 1.968 ccm

Zylinder: 4

Max. Drehmoment: 320 Nm

Höchstgeschwindigkeit: 213 km/h

Von null auf hundert: 8,8 Sekunden

Verbrauch: 4,6 l/100 km (EU) CO2: 120 g/km

Preis (Ausstattung „Ambiente“): 28.200 Euro

Text: Jan Wilms

Fotos: Alexander Herold für Audi / The Motorist


Testfahrt: Jaguar XKR-S


Weil bald der Sommer kommen soll, gibt es den stärksten Jaguar aller Zeiten nun als Cabrio. Wir fuhren ihn offen und als Coupé. Was für ein Auto!

Zwar steuert Ihre Majestät die Land Rover-Flotte auf Sandringham House noch selbst durch Norfolk – als Geschenk zum 60. Thronjubiläum der Queen kommt dieses Auto aus dem Hause Jaguar/Land-Rover aber zwei Jahrzehnte zu spät. Dabei würde sich der XKR-S trefflich eignen – immerhin ist er der schnellste und stärkste Jaguar aller Zeiten. Nochmal zum Mitschreiben: der stärkste Jag. Aller Zeiten. Ausfahren würde Lizzy ihn wohl nicht mehr, dabei ist Ausfahren genau das, was man mit diesem Edelboliden machen soll, will, muss. Wobei: Bevor man das Limit erreicht, ist man schon 299 km/h schnell.

Wir belassen es bei 200 Sachen und konzentrieren uns auf hohe Kurvengeschwindigkeiten. Je mehr g desto besser – denn trotz 1,7 Tonnen Gewicht rennt der Supersportler verdammt flink um die Curbs. Was sich hier und vor allem für einen Jaguar ziemlich straff anfühlt, ist ein exquisites Fahrwerk mit optimierter Aufhängung. Das DSC wurde für maximalen Fahrspaß mit einer TracDSC-Software liberalisiert: Sie regelt später und nur mit verringertem Bremseingriff – was Drifts zulässt. Danke.

Je höher das Kurventempo, desto stärker kommt die ausgefeilte Aerodynamik der Katze zum Zuge: Ein Carbondiffusor als Splitter saugt die Luft unter dem Auto durch und leitet sie unter den Heckflügel – der Unterdruck dort verstärkt den Abtrieb. Die daraus resultierende Straßenlage bezeichnet man gemeinhin als Satt. Mit großem S, in diesem Fall.

Seit März verkauft Jaguar die offene Version seines Supersportwagens. Auf dem Gelände des Driving Centers in Groß Dölln bei Berlin gibt es eine kleine aber feine Rennstrecke – genau das Terrain, um Motor und Fahrwerk in die Mangel zu nehmen. Zunächst die wichtigsten Zahlen: 5.0-Liter-V8-Kompressormotor mit 550 PS (405 kW), Höchstgeschwindigkeit 300 km/h, von null auf hundert in 4,4 Sekunden, das Verdeck ist in 18 Sekunden oben.

Und nun zu den Fahreigenschaften: Der Antrieb der Raubkatze beißt sofort. Schon beim Beschleunigen vom Parkplatz tänzelt das Heck und sucht nach Grip. Drehfreudig geht es weiter in Richtung Landstraßentempo, dabei durchspielen Maschine und Sechs-Gang-Automatik jeden Drehzahlbereich äußerst geschmeidig. Drückt man den Knopf mit der stilisierten Zielflagge im Mitteltunnel, wechselt die Motorsteuerung vom Normal- in den Sportmodus. Wo noch mehr geht: sensibleres Gaspedal, höher drehende Gänge, offenere Klappen in den vier Endrohren.

Wir müssen über den Sound reden. Vom sonoren Blubbern im unteren Drehzahlbereich bis zum explosiven Fauchen bei der Gasannahme. Können ja kurz mal in ein kleines Video reinhören:

Jaguar XKR-S accelerating from 0 to 200 km/h

Warum das Bild wackelt, dürfte klar sein: weil die Knie ob dieser Symphonie aus tiefen Bässen und einem stolzen Crescendo aus heiseren Höhen so gezittert haben. Der Motor ist vor allem im Cabrio akustisch immer präsent, doch im Cruising nie störend. Für eine Marke, deren Ingenieure früher nichts als das Ticken der Uhr im Innenraum hören wollten, ist dies ziemlich viel Rocknroll.

Innen zeigt sich Catwoman chic, natürlich. Die Oberflächen sind durchgehend hochwertig, die filigranen Analoguhren sind ein schönes Understatement und die Sportsitze geben mit ihrer 16-Wege-Einstellung ultimativen Seitenhalt. Nur die Lederapplikationen in Carbon-Optik (sprich: teures Leder das auf Kunststoff getrimmt ist) werfen die Frage nach dem Warum auf. Als Entschuldigung wird nur die britische Exzentrik akzeptiert. Ohne die ein Jag andererseits kein Jag wäre.

Währen Jaguar für sein Limousinen-Logo das elegante Tier im Profil zeigt, fletscht die Raubkatze in der Lenkkradkrone des XKR-S die Zähne. Das passt. Denn die Marke kann sich mit Autos wie dem XKR-S neu erfinden, ohne ihren Nimbus zu gefährden.

Fotos: Jaguar, The Motorist Blog

Jaguar XKR-S

Leistung: 550 PS (405 kW)

Hubraum: 5.000 ccm

Zylinder: V8

Max. Drehmoment: 680 Nm zwischen 25005500 U/min

Höchstgeschwindigkeit: 300 km/h

Von null auf hundert: 4,4 Sekunden

Verbrauch: 12,3 l/100 km (EU) CO2: 292 g/km

Preis: 129.900 Euro

Jaguar XKR-S Cabrio

Preis138.100 Euro